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Gebäudekomplex mit mehreren ehemaligen Wohn- und Geschäftshäusern | Katalog der Leipziger Industriekultur

Gebäudekomplex mit mehreren ehemaligen Wohn- und Geschäftshäusern

Gustav-Mahler-Str. 20; Friedrich-Ebert-Str. 45a
04109 Leipzig
Zentrum-West

Datierung:
um 1850

Kurzcharakteristik:
um 1850 erbaute, ursprünglich als Wohnhäuser errichtete Gebäude Friedrich-Ebert-Str. 45a/Gustav-Mahler-Str. 20 wurden ab 1875 bis nach 1900 von der Wagenbau-Manufaktur Friedrich Trebst genutzt. Auch in späteren Jahren bis zuletzt 1990 befanden sich in diesem Gebäudeensemble Automobilwerkstätten.

Bau- und Firmengeschichte:
Friedrich Trebst – dieser Name stand Ende des 19. Jahrhunderts für exzellenten Wagenbau in Leipzig. Von 1875 bis nach 1900 wurden an der Gustav-Mahler-Straße „Luxus – und Sportwagen“ sowie „Geschäfts- und Reklamewagen“ in Handarbeit hergestellt. Die Nutzung als Manufaktur prägt bis heute das Gebäudeensemble, das von der Gustav-Mahler-Straße bis hin zur Friedrich-Ebert-Straße reicht. Hierbei waren in den Bereichen der Erdgeschosse der Kopfbauten an der Gustav-Mahler-Straße sowie in den dem Innenhof zugewandten Seitenflügeln die Werkstätten eingerichtet. Die bereits um 1850 als Wohnhaus errichtete Doppelhausvilla an der Friedrich-Ebert-Straße wurde in diesem Zuge zu Ausstellungsräumen umgebaut. In Teilen der Obergeschosse wurden Zubehörteile hergestellt und Rohmaterialien gelagert, der restliche Teil wurde zu Verwaltungszwecken genutzt sowie den leitenden Angestellten zum Wohnen zur Verfügung gestellt. Die automobile Tradition wurde an dieser Stelle bis nach 1990 als Autowerkstätte fortgesetzt; der Betrieb kurz nach der „Wende“ jedoch aus funktionalen Gründen stillgelegt.

Charakterisierung:
Von der typischen Gründerzeitoptik der Gebäude ist nur noch wenig verblieben. Es bleibt abzuwarten, was die derzeitige Sanierung (2012) an Fassadenschmuck, insbesondere an gliedernden Gesimsen und Dachvorsprüngen zurückbringt. Wesentlich an allen Gebäuden sind die Rundbogenfenster und im Innenhof im Erdgeschoß die großflächigen verglasten Türen, die zu den Werkstätten und Ausstellungsräumen führten. Typisch für diese Zeit wahrscheinlich der Innen-/Hinterhof, der gewerblich genutzt wurde, während zur Straße eher die wohnwirtschaftlich genutzten Gebäudeteile angesiedelt waren. Hierdurch wird der an und für sich schlichte Bau im Innenhof heute architektonisch aufgewertet werden.
Die für die großflächigen Ausstellungs- und Produktionsflächen angewandte Stahl-Stütz-Konstruktion schafft die Möglichkeit, großzügige Wohnungen im Loft-Stil entstehen zu lassen.
Das Objekt wird derzeit durch die BAUART Architektur und Design grundlegend saniert und als Wohnungsimmobilie vermarktet.

Quellen und Literatur:
http://www.bauart.ag/index.php?option=com_content&view=article&id=10&Itemid=11
http://www.tradition-fahrkunst.de/galeriedetail.php?ppath=fotos/Wagenbauer/TrebstLeibzig&headline=TrebstLeibzig/Wagenbauer&ret=T

Autor/in:
Hartmut Bräuninger

Fotograf/in:
Hartmut Bräuninger